- Was ist der Digitale Produktpass (DPP)?
- Für welche Produkte muss ihn umsetzen?
- Welche Chancen bietet mir der DPP?
- Wie hängt der DPP mit dem Digitalen Typenschild zusammen?
- Wie sieht ein Projekt zum Digitalen Produktpass aus?
Der Produktpass ist eine digitale Repräsentation des Lebenszyklus eines Produkts. Oder einfacher ausgedrückt: Er enthält Dokumente und Daten die im Laufe des Produktlebens anfallen und sowohl dem Hersteller als auch dem späteren Nutzer hilfreich sind:
Nachdem der Gesetzgeber aber, abgesehen von einen wenigen Produkten wie bestimmten Batterien, noch keine Vorgaben verabschiedet hat, sind Einzelheiten noch nicht absehbar.
Was aber absehbar ist, ist, dass es in Zukunft viel wichtiger sein wird, seine Produktdaten sauber, strukturiert und verwertbar vorzuhalten. Davon profitiert das Unternehmen selbst von allen Beteiligten am meisten.
Die (zu) einfache Antwort: Abgesehen von einigen wenigen Produkten, wie bestimmten Batterien, gibt es noch keine Vorgaben und damit keine Umsetzungspflichten.
Warum "zu" einfach? Der Zwang zum Digitalen Typenschild bezieht sich immer auf gesetzliche Regelung dabei werden entsprechende Anforderungen aus dem Markt übersehen. Während der Gesetzgeber eine gewisse Vorlaufzeit einhalten muss, entscheidet der Markt mitunter sehr schnell.
Nein, die Zeit nutzen! Der Digitale Produktpass ist kein gesetzlicher Selbstzweck. Er soll Unternehmen nicht gängeln. Es soll die Unternehmen in der EU in einer zunehmend digitalen Welt befähigen, wettbewerbsfähig zu bleiben.
Das heißt auch, je früher sich ein Unternehmen mit der Umsetzung beschäftigt, desto eher kann es
Das Digitale Typenschild ist der Einstieg, die Voraussetzung. Durch das Digitale Typenschild wird es erst möglich eine Produktinstanz, also eine einzelne Pumpe, einen Motor oder eine ganze Maschine, technisch eindeutig zu identifieren. Es ist also nicht in erster Linie die Information, die nach den Scannen eines QR-Codes angezeigt wird, diese Informationen können bei einem Digitalen Typenschild noch sehr eingeschränkt sein. Es geht darum eben jene Pumpe mittels des QR-Codes eindeutig identifizieren zu können.
Dazu reicht übrigens eine einfache Seriennummer nicht aus. Es geht darum, dass nicht nur Sie sondern auch Ihre Kunden ein Bauteil eindeutig identifieren können. Dazu werden meist sogenannte URIs verwendet. Deren Fromat gibt, weltweit eindeutig, Zugriff auf ein ganz bestimmtes Produkt mit einer ganz bestimmten Seriennummer und nur dieses. Wenn Sie zum Beispiel die URI https://pi.buehler-technologies.com/01/4069057000001/21/999999A aufrufen sehen Sie die Daten genau der Pumpe, die von Bühler Technologies auf dem Messestand zur Achema 2024 ausgestellt wurde.
Diese URI muss aber eben nicht immer auf eine Website zeigen. Sie dient für sich als ein-eindeutiges Merkmal auch für den Digitalen Produktpass. Dabei sind die Grenzen zwischen Digitalem Typenschild (DTS) und Digitalem Produktpass (DPP) fließend. Man beginnt die Projektphase mit dem DTS und endet, je nachdem, beim DPP oder sogar beim Digitalen Zwilling.
Das Wichtigste vorweg: Ein Projekt zur Umsetzung des DTS und DPP ist immer ein Stabsprojekt. Es braucht die Aufmerksamkeit und Unterstützung der Geschäftsleitung. Im Laufe eines solchen Projekts werden viele verschiedene Abteilungen eingebunden – Entwicklung, Vertrieb, Technische Kommunikation, Marketing, Service, Produktion – um nur einige zu nennen. Diese müssen alle an einem Strang ziehen. Das funktioniert eben nur, wenn das Gesamtprojekt den entsprechenden Stellenwert bekommt.
Im Allgemeinen gehen wir von einem mehrphasigen Vorgehen aus:
1. Phase: Technische und organisatorische Grundlagen schaffen, Strukturen in Daten, Systemen und Prozessen anpassen und DTS-Pilot mit ersten Produkten
2. Phase: Unternehmensweites Digitales Typenschild, Strukturen erweitern und erste Schritte zum Produktpass
3. Phase: Unternehmensweiter Digitaler Produktpass und Ausnutzung der neuen Datenverfügbarkeit und Businessmodelle
Einen genaueren Projektaufbau finden Sie hier.
Übrigens: Jedes Projekt startet mit einer E-Mail oder einem Anruf!
Wir verkaufen keine Software. Nun ja, doch, wir verkaufen Software – auch für DPP und DTS. Trotzdem stellen wir diese Frage nicht an den Anfang sondern dahin, wo sie unsere Meinung nach hingehört: An das Ende einer Aufnahme Ihrer Prozesse und ihrer internen IT-Landschaft. Unterstützung für DTS und DPP kommt mittlerweile in vielen System mit. Teils als integraler Bestandteil, teils als eigene Software. Manchmal lohnt es sich darüberhinaus über die Einführund weiterer Systeme wie PIM, PDM, PLM etc. nachzudenken. Aber wie gesagt: Alles zu seiner Zeit. Eine zu frühe Systemauswahl schränkt am Ende womöglich nur die Auswahl eigener Ziele ein.
Am einfachsten mit einem kurzen Anruf oder einer E-Mail. Sie erzählen uns von Ihren Vorstellungen und wir Ihnen von unseren.
Im zweiten Schritt planen wir in einer 1- bis 2-stündigen Videokonferenz genauere Details. Wir sprechen über Unternehmensziele, ihre Kunden und die Stake-Holder in Ihrem Unternehmen. Hier sollten schon sowohl ein dedizierter Projektverantwortlicher als auch ein Mitgleid der Geschäftsleitung teilnehmen. Wie gesagt, DTS und DPP sind strategische Projekte und müssen von Anfang an so behandelt werden.
Im dritten Schritt kommen wir zu Ihnen oder Sie zu uns. In einem Gespräch mit allen wichtigen Stake-Holdern geben wir zuerst einen Überblick über das ganze Thema. So bekommen alle im Raum ein Gefühl dafür, was von Ihnen erwartet wird und über welche eigenen Ziele und Chancen Sie sich Gedanken machen sollten.
Danach sprechen wir über Normen, rechtliche Vorgaben und technische Grundlagen. Wir beantworten Ihre Fragen und geben Anregungen für Entwicklungen, die mithilfe der neuen Daten- und Prozessstrukturen, möglich werden. Am Ende dieser Runde gehen wir dann entweder einen Teil des darauf folgenden Weges gemeinsam oder wir stehen Ihnen auf Anfrage mit Rat und Tat zur Seite.